MAHART CRUISES

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MARGARETENINSEL

Eine der besonderen Sehenswürdigkeiten entlang der Donau ist die Margaretenbrücke, die sich elegant über den Fluss spannt. Ungewöhnlich ist ihre Form: Sie verläuft nicht gerade, sondern knickt in der Mitte ab. Diese Y-förmige Konstruktion ermöglicht eine direkte Anbindung an die Margareteninsel, den größten innerstädtischen Erholungspark Budapests.

Die gusseiserne Brücke wurde 1876 eröffnet und war nach der Kettenbrücke die zweite feste Verbindung zwischen Buda und Pest.

Die Margareteninsel spielt seit Jahrhunderten eine besondere Rolle im Leben der Stadt. Sie entstand aus Flusssedimenten und bestand ursprünglich aus mehreren kleineren Inseln, die im 19. Jahrhundert zusammengelegt und zum Hochwasserschutz aufgeschüttet wurden. Bald entwickelte sie sich zu einem beliebten Erholungsgebiet.

Viele glauben, die Insel habe früher „Haseninsel“ geheißen, doch das ist ein Irrtum. Der Name geht auf eine Fehlübersetzung zurück – tatsächlich war sie im Mittelalter als „Aussätzigeninsel“ bekannt. Sie diente der Isolation von Menschen mit ansteckenden Krankheiten, um Epidemien zu verhindern.

Der heutige Name ehrt die Heilige Margareta aus dem Hause Árpád, Tochter von König Béla IV. Während der Mongoleneinfälle gelobte er, sein Kind der Jungfrau Maria zu weihen, sollte Ungarn gerettet werden. Margareta wurde schon als Kind dem Dominikanerorden übergeben und lebte in einem Kloster auf der Insel. Sie war für wundersame Heilungen bekannt und wurde 1943 heiliggesprochen.

Heute ist die Insel eine grüne Oase mit Spazierwegen, Brunnen, Sportanlagen und sogar einem kleinen Zoo. Im Norden befindet sich ein ruhiger japanischer Garten mit Wasserfall und Teich – ideal zum Entspannen.

Auf der Insel liegt auch eines der beliebtesten Freibäder Budapests, das Palatinus-Strandbad, mit Thermalbecken und Rutschen. In der Nähe befindet sich der nach Alfréd Hajós benannte National-Schwimmkomplex, der als Trainingsstätte und Austragungsort internationaler Wettbewerbe dient. Der Namensgeber Alfréd Hajós war Ungarns erster Olympiasieger, der 1896 im Alter von nur 18 Jahren zwei Goldmedaillen gewann.

Eine der beliebtesten Attraktionen ist der Musikbrunnen: Im Sommer „tanzen“ die Wasserstrahlen stündlich zu klassischer und moderner Musik, begleitet von farbigen Lichteffekten.

Das kulturelle Zentrum der Insel bildet das Freilichttheater, in dem unter freiem Himmel Theateraufführungen und Popkonzerte stattfinden.

Und zum Schluss ein Tipp mit Spaßfaktor: Am besten erkundet man die Insel mit dem Bringóhintó, einem mehrsitzigen Tretfahrzeug – ein gemeinsames Vergnügen für Jung und Alt.