Die Matthiaskirche, offiziell Kirche Unserer Lieben Frau, zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Budapests und liegt im Herzen des Burgviertels. Ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaut, spielte sie über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle in der ungarischen Geschichte – unter anderem wurde hier Kaiser Franz Joseph I. gekrönt. Benannt ist sie nach König Matthias, der 1474 Prinzessin Beatrix von Aragón hier heiratete.
Ihre heutige neugotische Gestalt erhielt die Kirche Ende des 19. Jahrhunderts nach Plänen von Frigyes Schulek. Besonders auffällig sind die bunten Zsolnay-Dachziegel und das reich verzierte Innere.
Direkt daneben befindet sich die Fischerbastei, eine Zierterrasse mit einem atemberaubenden Blick auf die Donau und Pest. Sie wurde ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts nach Entwürfen von Schulek im neoromanischen Stil erbaut. Ihren Namen verdankt sie der Fischerzunft, die im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer verteidigte. Die sieben Türme symbolisieren die sieben ungarischen Stammesfürsten, die das Karpatenbecken eroberten.
Das Burgviertel ist bis heute ein lebendiges kulturelles Zentrum. Im Sommer finden hier zahlreiche Festivals statt, darunter das Budavári Weinfestival und das Pálinka-Festival. Besucher können hier einige der besten ungarischen Weine – einschließlich des weltberühmten Tokajer Aszú – sowie traditionellen Pálinka probieren. Diese Spezialitäten sind übrigens auch an unserer Bar erhältlich.
Für einen bequemen Aufstieg auf den Burgberg empfehlen wir die Budapester Standseilbahn. Sie wurde 1870 eröffnet und diente ursprünglich dazu, Beamte schnell vom Kettenbrückenkopf zur Burg zu bringen. Die Strecke ist nur 95 Meter lang, überwindet aber fast 50 Meter Höhenunterschied.
Bewacht wird die Standseilbahn von einer Bronzestatue des Turul-Vogels, dem Totemtier der alten heidnischen Ungarn. Er steht für nationales Schicksal und königliche Macht. Der Legende nach erschien der Turul im Traum von Emese, der Mutter von Fürst Álmos. Aus ihrem Leib entsprang ein Strom, der die Welt überschwemmte – ein Zeichen dafür, dass ihr Sohn das Stammgeschlecht der Magyaren gründen würde. So ist der Turul eng mit dem mythischen Ursprung des ungarischen Volkes verbunden.